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Posts mit dem Label "Ernährung" werden angezeigt.

Leaky Gut: Ab wann ist ein löchriger Darm löchrig?

Das Leaky-Gut Syndrom (engl. Leaky = löchrig, Gut = Darm) rückt mehr und mehr in das Licht der Öffentlichkeit. Mit dem Anstieg von Autoimmunkrankheiten sucht man vermehrt nach Gründen und beschränkt sich nicht nur auf die Linderung der Symptome. Und seit einigen Jahren ist bekannt, dass ein löchriger Darm eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Autoimmunkrankheiten haben kann ( Fasano, 2012 ). Entscheidend für den Therapieerfolg ist die Kenntnis über die Entstehung einer Immunkrankheit, deren Ursache im Darm liegt. Das herkömmliche Modell für die Entstehung von Autoimmunkrankheiten ist wie folgt: Fremdantigene dringen in den Körper ein und reizen das Immunsystem zu einer Antwort (Bildung von Antikörpern). Das können z.B. Bakterien sein, die über eine Verletzung der Haut, auch der Mundschleimhaut, in den Blutkreislauf gelangen. Diese Eindringlinge können jedoch auf ihrer Oberfläche Strukturen tragen, die körpereigenen Strukturen ähnlich sehen („Molecular Mimicry“). Die Antikörpe...

Intermittierendes Fasten - der Schnellstart-Guide für Einsteiger

Unser Gastbeitrag von Nicolas Martin, www.primal-state.de Seit einiger Zeit gibt es einen neuen Trend, dessen positive Effekte in fast allen namhaften Zeitschriften, Blogs und Youtube Kanälen im Bereich Fitness und Ernährung hochgelobt werden: Intermittierendes Fasten. Natürlich sollte man generell erst einmal vorsichtig sein, wenn wieder einmal eine neue "Zauberlösung" propagiert wird, die die Muskeln wachsen und die Fettpölsterchen schmelzen lässt. Tatsächlich ist die hohe Beliebtheit von intermittierendem Fasten gar nicht mehr so überraschend, wenn man sich die zahlreichen Forschungsergebnisse und Erfolgsberichte zum Thema ansieht. Gesundheitlich betrachtet senkt intermittierendes Fasten nämlich nachweislich die Erkankungswahrscheinlichkeit an Demenz , Herzerkrankungen , Diabetes Typ 2 und chronischen Entzündungen . Auch die kurzzeitigen positiven Folgen sind erstaunlich: Wer intermittierendes Fasten einmal ausprobiert, stellt zumeist schnell fest, dass sich ...

Die WHO hat verarbeitetes Fleisch auf die Liste der krebserregenden Stoffe gesetzt.

Was heißt das für die Paleo Ernährung? Erst einmal gar nichts. Verarbeitete Lebensmittel haben in der strengen Paleo-Ernährung nichts zu suchen. Und wie ich schon in einem früheren Blog geschrieben habe, besteht die Paleo-Ernährung entgegen aller Vorurteile gar nicht dominant aus Fleisch. Etwas näher sollte man auf die weiteren Ausführungen der WHO schauen, die besagen, dass auch rotes Fleisch eher kritisch im Hinblick auf die Gesundheit gesehen wird, aber hier ist die Datenlage eher kontrovers, so dass man sich nicht einigen konnte, auch rotes (und unverarbeitetes Fleisch) auf die Liste zu setzen. In einem anderen Blog über rotes Fleisch habe ich auch schon einmal darauf hingewiesen, dass die Quelle und Zubereitungsart von rotem Fleisch wesentlich dazu beiträgt, ob das Fleisch gesundheitsfördernd oder eher gesundheitsschädlich ist. Nun also zurück zum verarbeiteten Fleisch: wenn man bei der Schlachtung direkt frische Wurst für den sofortigen Verzehr herstellt, ist diese bezogen au...

Ist der Fleischanteil in der Paleo-Ernährung wirklich gesund?

Die Paleo-Ernährung steht im Ruf besonders gesund zu sein, da auf Lebensmittel verzichtet wird, an die sich unser Körper sich nicht angepasst hat, seit die Menschheit vom Sein als Jäger und Sammler zur Landwirtschaft überging. Es ist zwar ein weites Feld der Diskussion, wie hoch der Pflanzenanteil in der Paleo-Ernährung war, jedoch ist klar, dass wohl die wenigsten Steinzeit-Menschen reine Vegetarier waren (wenn sie nicht miserable Jäger waren). Über den prozentualen Fleischanteil in der Paleo-Ernährung will ich nun gar nicht argumentieren. Es geht mir hauptsächlich um die Frage, ob uns das Fleisch, das wir heute im Rahmen einer Paleo-Diät essen, überhaupt gesund ist. Ja, es gibt viele Publikationen, die grundsätzlich davon ausgehen, dass rotes Fleisch gesundheitsschädlich sei. In einem Artikel habe ich vor einiger Zeit schon zusammengefasst, warum ich denke, dass das nur auf verarbeitetes Fleisch zutrifft. Doch auch unverarbeitetes Fleisch kann je nach Zubereitungsart mehr oder ...

Wo beginnt Paleo, wo hört Paleo auf?

Nachdem ich heute sogar in Bild-online einen Artikel über die Vorzüge der Paleo-Ernährung gefunden habe, war ich doch verwundert, dass die Paleo-Ernährung nun schon so „Mainstream“ geworden ist. Auf der anderen Seite frage ich mich, ob dass, was in der breiten Öffentlichkeit als „Paleo“ verkauft wird, auch wirklich Paleo ist. Und dann habe ich mich selbst gefragt, ob ich denn den richtigen Begriff von Paleo habe. Die meisten werden zustimmen, dass bei der Paleo-Ernährung das gegessen wurde, was die Menschen zum Essen fanden, bevor sie mit Ackerbau und Viehzucht begannen. Doch wie ich schon einmal zusammen gefasst habe , hat sich die Zusammensetzung der damaligen Ernährung je nach Region und Saison stark unterschieden. Obwohl die Paleo-Ernährung heute oft mit einer fleischbetonten-Ernährung gleichgesetzt wird, gibt es Berechnungen, dass der Pflanzenanteil zwischen 30 und 70% schwankte. Nicht jeden Tag war man damals ein erfolgreicher Jäger. Und wenn pflanzliche Nahrung gefunden wur...

Verarbeitetes rotes Fleisch kann Herzversagen mitverursachen.

In einem Artikel zu dem möglichen gesundheitsgefährdenden Konsum von rotem Fleisch habe ich ja schon einmal geschrieben, dass hier oft Dinge in einen Topf zusammengeworfen werden, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Als Ergebnis solcher Studien scheint sich dann zu ergeben, dass rotes Fleisch gesundheitsschädlich ist. Eine neue Studie ( Kaluza and Wolk, 2014 ) hat nun gezeigt, dass dieser schädliche Effekt nur von prozessiertem (verarbeitetem) Fleisch auszugehen scheint. Dabei handelt es sich z.B. um Wurstwaren oder Fleisch, die mit z.B. Pökelsalz behandelt wurden. Dazu gehören auch Räucherwaren, Schinken usw. Damit liegt die Ursache aber nicht am Fleisch, sondern an den Hilfsstoffen, die dem Fleisch zugesetzt werden. In der Studie wurde errechnet, dass der tägliche Konsum von je ein bis zwei Scheiben Wurst das Risiko von Herzversagen um bis zu 8% steigern konnte. Männer, die besonders viel verarbeitetes Fleisch verzehrten, haben danach ein doppelt so hohes Risiko, wie M...

Stoffwechseltraining zur Fettverbrennung

Wir sind ja der Meinung, dass Sport und eine gesunde Ernährung Hand in Hand gehen. Das ist jedoch nicht für jede Sportart richtig. Ausdauersportarten haben in Maßen noch einen positiven Einfluss auf den Herzkreislauf, in Übermaßen ausgeübt sind sie jedoch oft schädlich. Als Mittel für eine Gewichtsreduktion sind sie untauglich. Neuere Tendenzen gehen jetzt wieder zurück zu altbekannten Trainingsmethoden wie z.B. das Zirkeltraining. Enrico Kühnemund bietet solch ein Training besonders auf Frauen zugeschnitten an, da diese ja oft beim Wort Muskelaufbau zusammenzucken. Hier ist sein Gastbeitrag: Längst hat sich die Erfolgsformel für eine dauerhafte Gewichtsreduktion herumgesprochen: Ausgewogene Ernährung und Bewegung lautet sie. Doch auch wenn es einleuchtend und einfach klingt, der Teufel liegt wie so oft im Detail. In puncto Bewegung etwa gehen viele Abnehmwillige nach der Devise vor: „Mehr ist mehr“ und verausgaben sich während ihres Trainings völlig. Zur Wunschfigur gibt es jedo...

Taugen Menschen zum Vegetarier?

In meinem letzten Artikel zur vegetarischen Ernährung bin ich zum Schluss gekommen, dass Menschenaffen einen großen Teil Ihrer Ernährung aus Pflanzen beziehen, aber durchaus auch mehr oder weniger hohe Anteile fleischlicher Nahrung zu sich nehmen. Damit sind sie prinzipiell Allesfresser, leben aber meist einen vegetarischen Lebensstil. Vergleicht man die Anatomie der Menschen mit der der Menschenaffen, so kann man feststellen, dass der menschliche Darm eine Sonderstellung einnimmt ( Billings, 1999 ). Anhand des Darms kann man den Menschen wohl eher den Allesfressern, als den Pflanzenfressern zuordnen. Betrachtet man die Evolution des Kauapparats, so stellt man fest, dass Vormenschen schon vor ca. 4 Millionen Jahren kleinere Reißzähne ausgebildet haben, als es die heutigen Menschenaffen tun. Ob dies jedoch schon alleine als Anzeichen für eine Bevorzugung von pflanzlicher Nahrung gewertet werden kann ist fraglich. Mir geht es in meiner Analyse auch gar nicht darum zu zeigen, ob der M...

Säure-Base Teil 3: Hilft eine basische Ernährung gegen Krankheiten?

Wie in Teil 1 meiner Säure-Base Trilogie beschrieben, findet die pH-Regulation des Blutes im Wesentlichen über Puffersysteme im Blut statt, wobei volatile (flüchtige) Säuren in Form von Kohlendioxid über die Lunge abgegeben und lösliche Säuren über die Niere ausgeschieden werden. Ein besonderes Augenmerk hinsichtlich krankhafter Veränderungen sollte man also auf die Organe richten, die am meisten mit der Entsorgung von Säuren zu tun haben, die Lunge und die Nieren. In Teil 2 der Trilogie beantworte ich die Frage, ob es Sinn macht, sich basisch zu ernähren. Ich zeige in dem Artikel, dass die wichtigste Ernährungsempfehlung eine ausgewogene, naturbelassene Ernährung ist. So eine Ernährungsweise ist dann meist auch Base-betont. In der Alternativ-Medizin wird eine saure Ernährungsweise so ziemlich für alle Krankheiten verantwortlich gemacht, die es gibt. Dies reicht von Gicht, Rheuma über Herzerkrankungen bis hin zu Krebs. Es stellt sich nun die Frage, ob eine basische Ernährung vorbeug...

Buchkritik: "Good Calories, Bad Calories" von Gary Taubes

Was wäre wenn? Was wäre, wenn die wesentlichen Ernährungstipps von heute auf einer falschen Annahme basieren? Was wäre, wenn es nicht darauf ankommt, wie viele Kalorien wir zu uns nehmen, sondern aus welcher Quelle sie stammen? Gary Taubes ist ein vielfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist, der mit „Good calories – Bad Calories“ quasi die Bibel der Low-Carb Bewegung geschrieben hat. Bisher leider nur in Englisch erschienen, gibt dieses Buch auf über 600 Seiten einen historischen Abriss darüber, warum heute besonders das Fett verteufelt wird, „gesunde“ Vollkornprodukte gelobt werden und parallel die Bevölkerung dicker und dicker wird. Taubes detaillierte Beweiskette führt zu einem Täter: Zucker und alle Produkte, in denen Zucker versteckt ist. Dazu gehören Softdrinks, Fertigprodukte und ja: auch alle stärkehaltigen Produkte! Ich habe selten ein Buch gesehen, dass so umfangreich seine (zum Erscheinungstag aktuellen) Quellen zitiert, wobei Taubes nicht von anderen Büchern abschre...

Unsere Fitness-Gewohnheiten beeinflussen die Gesundheit über Jahrzehnte.

Eine Untersuchung vom Karlsruher Institut für Technologie hat gezeigt, dass unser Verhalten in Bezug auf Gesundheit und Sport unsere Gesundheit über 20 Jahre hinweg beeinflussen kann. Teilnehmer der Studie wurden von 1992 bis 2010 begleitet und es wurden wiederholt Fitness-Tests durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass Ernährungs- und Trainingsgewohnheiten über den Verlauf der gesamten Studie hinweg einen Einfluss hatten. Der Leiter der Studie kommt zu dem Schluss, dass es daher sehr wichtig ist, schon in frühen Jahren seine Gewohnheiten in diese Richtung zu bringen, was auch in Hinblick auf Prävention im Fokus stehen sollte. Health and fitness habits 'influence health over next two decades' New research from the Karlsruhe Institute of Technology in Germany suggests that our health and fitness habits can predict the outcome of our overall fitness and health almost 20 years later. This is according to a study published in the journal Psychology of Sport and Exercise. A...

Wissenschaftler erklären, wie Kältekopfschmerz entsteht.

Kältekopfschmerz (engl. brain freeze) wird durch kalte Speisen oder Getränke ausgelöst. Fast jeder dritte Mensch erfährt Sekunden nach dem Eis essen einen Schmerz, der nach ca. 30 Sekunden wieder nachlässt ( Kaczorowski and Kaczorowski, 2002 ). Auch durch Eintauchen des Gesichts in sehr kaltes Wasser kann man dieses Gefühl auslösen. Nun haben Wissenschaftler am Wake Forest Baptist Medical Center erklärt, wie es zu diesem Schmerz kommt. Konsumiert man kalte Getränke oder Eis, kühlt dies am Ende des Rachens die Kopfschlagader, die das Gehirn versorgt und die vordere Gehirnschlagader. Dwayne Godwin erklärt, dass das Gehirn keine schnellen Änderungen mag und daher führt der entstehende Kältekopfschmerz dazu, dass wir das Essen einstellen oder verlangsamen. Obwohl das Gehirn selbst keinen Schmerz empfinden kann, fühlen Rezeptoren an der Oberfläche des Gehirns in dem Bereich, an dem sich die Schlagadern treffen, die Temperaturänderung. Dies führt zu einer Erweiterung gefolgt von einer K...

Wie kann man mit Ernährung die Symptome von SIBO lindern?

SIBO (engl. Small Intestinal Bacterial Overgrowth Syndrom; dt: bakterielles Überwachsen des Dünndarms) stellt eine bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarms dar ( Bures et al., 2010 ). Ursprünglich dachte man, dass nur wenige Personen betroffen sind. Sie scheint aber häufiger vorzukommen, als früher gedacht ( Dukowicz et al., 2007 ). Symptome reichen von aufgeblähtem Oberbauch, Blähungen, chronischem Durchfall, Müdigkeit, Schwäche, Gewichtsverlust bis hin zu Mangelzuständen durch verringerte Darmresorption. Eine Diagnose ist schwierig und wird entweder auf Basis eines Methan- oder Wasserstoff-Atemtests, oder einer Analyse von Dünndarminhalt getroffen, wobei die Aussagekraft dieser Tests umstritten ist ( Goshal, 2011 ; Rana et al., 2012 ). Der an den Magen anschließende vordere Teil des Dünndarm (Duodenum und vorderes Jejunum) enthält normalerweise nur geringe Bakterienmengen. Dabei handelt es sich dann meist um Lactobacilli und Enterokokken. Gram-positive Aerobier oder fakultative...

SNP-Analyse: Wie beeinflussen die Gene das Gewicht?

Personalisierte Ernährungsempfehlungen werden in der Zukunft auf Basis der individuellen Interaktion von Nahrung und Genen einer Person gegeben. Grundlage wird die Kombination der Analyse von variablen Daten wie Bewegungs- und Essvorlieben, biochemischen und medizinische Analysen aber auch die Analyse unveränderbarer Faktoren wie genomische Daten ( Gibney and Walsh, 2013 ) sein. Kennt man seine unveränderbaren genetischen Daten, kann man gegebenenfalls sein Ess- und Bewegungsverhalten anpassen, um z.B. Fett abzubauen und Muskeln aufzubauen. In den letzten Jahren ist die Genanalyse zunehmend verbessert und letztendlich verbilligt worden. Daher stehen diese Methoden heute nicht nur zur Analyse von medizinischen Problemen, sondern auch zur „Lifestyle“-Analyse zur Verfügung. Um neue Behandlungsmethoden von krankhaftem Übergewicht (Adipositas) zu entwickeln, wurden Genanalysen an vielen Betroffenen durchgeführt und dabei Gen-Sequenzen entdeckt, die sich bei solchen Personen oft von nor...

Kann man mit Sport Gewicht abnehmen?

Wer abnehmen will bekommt normalerweise zwei Ratschläge: Iss weniger und mache mehr Sport! Auf den ersten Blick sind beide Empfehlungen nachvollziehbar. Unser Körper verbraucht täglich Energie. Unsere Körpertemperatur ist normalerweise auf 37° C einreguliert, da bei dieser Temperatur die meisten biologischen Prozesse optimal ablaufen. Damit ist unsere Körpertemperatur meist höher, als die Umgebungstemperatur, so dass wir Wärmeenergie durch Abstrahlen verlieren, die permanent nachproduziert wird. Diese Wärme entsteht zum Teil bei chemischen Prozessen wie dem Aufschließen der Nahrung und anderen Synthese- oder Abbauprozessen im Körper. Zum Teil entsteht sie auch bei Bewegung, wie sie bei körperlicher Arbeit oder sportlicher Betätigung durchgeführt wird. Die dann überschüssige Wärmeenergie wird abgestrahlt, um die Körpertemperatur wieder auf ca. 37° C abzukühlen. Bewegen wir uns viel, erhöht dies normalerweise die Körpertemperatur entsprechend und wir strahlen viel Energie ab. Durch di...

Diagnose Prädiabetes: Chance oder Schicksal?

Diabetes Typ 2 ist eine sich mittlerweile flächenbrandartig verbreitende chronische Erkrankung, bei der man einen erhöhten Blutzuckerspiegel vorfindet. Dieser erhöhte Blutzuckerspiegel wird u.a. dadurch verursacht, der die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin herstellen kann. Das Insulin ist dafür verantwortlich, dass die Zellen die Glukose auf dem Blut aufnehmen können, wodurch der Blutzuckerspiegel wieder sinkt. Das Gehirn bevorzugt den Einfachzucker Glukose als Nährstoff, wir können aber durchaus alternativ auch Ketonkörper, die aus Fett stammen, als Energiequelle nutzen. Unser Körper ist bemüht, den Blutzuckerspiegel im Bereich von 70-99 mg/dl (entspricht 3,9-5,5 mmol/l) zu halten, um die Versorgung mit Energie zu gewährleisten. Diese Konzentration entspricht ungefähr der Menge von 2 Teelöffeln Zucker in unserem ganzen Blut verteilt ( Wassermann, 2008 ). Diabetes wird diagnostiziert, wenn der Nüchternblutzucker (Fasting Plasma Glucose oder FPG) über 126 mg/dl liegt...