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Weihrauch: hilfreich bei Entzündungen

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Myrrhe: Arzneipflanze des Jahres 2021

Myrrhe - Arzneipflanze des Jahres 2021 Myrrhe wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2021  bestimmt. Und das nicht zu Unrecht. Obwohl seit Jahrtausenden verwendet, ist ihre Anwendung aktuell wie eh und je. Commiphora myrrha wird seit Jahrtausenden bei religiösen Zeremonien und als Medizin verwendet. Als die drei Weisen aus dem Morgenland aufbrachen, um das neugeborene Jesuskind zu beschenken, hatten sie laut der Bibel Weihrauch, Gold und Myrrhe dabei. Damals handelte es sich bei diesen Gaben um die drei wertvollsten Heilmittel der Zeit. Die Myrrhe besitzt anti-entzündliche Eigenschaften ( Shalab et al., 2014 ). So kann das Harz der Pflanze die Histaminproduktion in Mastzellen reduzieren ( Shin et al, 2019 ). In Kombination mit Kamille und Kaffeekohle wird Myrrhe gegen Durchfälle eingesetzt ( Myrrhinil Intest ). Sie wirkt auch anti-diabetisch, da sie die Produktion von Insulin anregt ( Al-Romayian et al., 2021 ). Wir setzen Sie in unserer Praxis gerne gegen Darmentzündungen ein. Die Wirksto

Berufseinschränkung für Heilpraktiker durch die Hintertür?

Berufseinschränkung für Heilpraktiker durch die Hintertür? In jüngster Zeit gibt es viel Gegenwind für alternative Heilmethoden. Ein weiterer völlig unterschätzter Angriff wurde schon Anfang 2017 gestartet und die Tragweite ist vielen Heilpraktikern noch gar nicht klar: die Novellierung der  Medizinprodukte-Betreiber-Verordnung ( MPBetreibV). Bildquelle Klar, alles was gemacht werden kann, um die Sicherheit von Patienten zu gewährleisten oder zu erhöhen, ist gut. Aber ab wann ist die Patientensicherheit denn überhaupt gefährdet? Und wie bei vielen Gesetzen/Verordnungen: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht (siehe DSGVO). Grundsätzlich sind die meisten Geräte, die in einer Naturheilpraxis zum Einsatz kommen „Medizinprodukte". Die Naturheilkunde kümmert sich oft mit ihren Therapienansätzen um Patienten, die mit der "Schulmedizin" nicht das erreichten haben, was sie wollten/anstrebten. Deshalb sind sie offen für Alternativen. Diese Alternativen sind oft experimentell  od

High intensity interval training (HIIT) kann das Verletzungsrisiko erhöhen

High intensity interval training (HIIT) kann das Verletzungsrisiko erhöhen High intensity interval training (HIIT) i st zwar nicht neu, findet aber jüngst immer mehr Anhänger. Diese Trendsportart birgt aber auch Gefahren.   Bildquelle In kurzer Zeit viel Erfolg erreichen, das klingt gerade in Sport als eine Ideallösung. In dieses Konzept passt HIIT natürlich perfekt hinein. Übungen mit so viel Anforderung absolvieren, dass man schnell an die Belastungsgrenzen kommt und damit einen  Stimulus zum Muskelaufbau setzt, so soll das funktionieren. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass diese Art sportlicher Betätigung ein nicht zu ignorierendes Verletzungsrisiko birgt. Wo man sich "früher" aufwändig "warm" gemacht hat, geht es heute oft gleich zur Sache. Besonders Knie und Schulter sind da anscheinend anfällig für Überlastung. In einer neuen Studie wird nun nicht geraten, HIIT zu vermeiden, sondern es erst dann auszuführen, wenn man den Körper entsprech

Fettsäuren sind wichtig bei Multipler Sklerose

Fettsäuren sind wichtig bei Multipler Sklerose Bei der Autoimmunerkrankung Multipler Sklerose greift das Immunsystem die eigenen Nervenzellen an. Die meisten Ärzte glauben nicht, dass man mit Ernährung etwas bei Autoimmunkrankheiten tun kann. Nun hat eine neue Studie aber gezeigt, dass der Mangel an einer bestimmten Fettsäure eine Rolle spielt. In einer Untersuchung der Yale Universität wurde gefunden, dass MS Patienten in ihrem Fettgewebe deutlich weniger Ölsäure (Oleic Acid) haben, als nicht betroffene Personen. Diese Fettsäure kommt z.B. in Olivenöl, Avocados, aber auch Fleisch, Nüssen und Käse vor. Diese Fettsäure unterdrückt regulierende T-Zellen. Werden diese speziellen T-Zellen nicht unterdrückt, greift das Immunsystem die Nervenzellen an. Durch die Gabe von Ölsäure erhöhte sich in Laborexperimenten dann wieder die Anzahl der regulierenden T-Zellen im Fettgewebe von MS Patienten. Wie üblich wollen die Wissenschaftler jetzt noch weiter daran forschen, aber schon jetzt macht es Si

Ingwer hilft bei Autoimmunerkrankungen

Ingwer hilft bei Autoimmunerkrankungen Ingwer, und seine Verwandten wie die Gelbwurz, werden seit Jahren in der Küche und der Phytotherapie eingesetzt. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, warum er auch bei Autoimmunerkrankungen hilft. Der unterirdische Hauptspross des Ingwers, das Ingwer-Rhizom, wird als Küchengewürz oder Arzneipflanze verwendet. Die pharmazeutische Bezeichnung für das Ingwer-Rhizom lautet Zingiberis rhizoma. Die Inhaltsstoffe dieses Rhizoms sind anti-entzündlich und können dementsprechend bei entzündlichen Prozessen eingesetzt werden. Die wesentliche Komponente ist dabei das 6-Gingerol. In einer neuen Mausstudie wirkte dieser Stoff gegen Faktoren, die bei Autoimmunerkrankungen eine Rolle spielen. Insbesondere bei Lupus und dem assoziierten Antiphospholipid Syndrom, bei denen das Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen wird, scheint dies der Fall zu sein. Nun werden klinische Studien starten, um die anti-Neutrophile Aktivität von 6-Gingerol auch in Patienten zu un

Coronaviren mutieren: beeinflusst beeinflusst das die Wirkung von Impfstoffen?

Gesundheit - Coronaviren mutieren: beeinflusst das die Wirkung von Impfstoffen? Alle Viren haben die Fähigkeit, sich durch Mutationen an den Wirt anzupassen und damit auch seinem Immunsystem zu entgehen. Bekannt ist das auch bei Coronaviren. Wird das den Erfolg von Impfstoffen beeinflussen? Viren haben wenige Möglichkeiten, sich gegen die Zerstörung durch das Immunsystem zu schützen. Aber die Waffe, die sie besitzen, ist sehr mächtig: Mutation. Auf der einen Seite können Chemikalien (auch medikamente) und Strahlen das genom der Viren ändern. Aber die hauptweg steckt in ihnen drin: Enzyme, die bei der vermehrung helfen, sogenannte Polymerasen. Bei der verdopplung des Erbgutes von Viren werden Polymerasen verwendet. Diese arbeiten mehr oder weniger genau. Dabei entstehen zufällige Fehler im neuen Erbgut, der neu hergestellten Viren. Diese können überhaupt keine Auswirkung auf die Proteine haben, oder nur wenig an der Struktur der Viren ändern. Aber es kann auch passieren. dass funktionel