Homocystein ist eine Aminosäure, die ein Zwischenprodukt beim Abbau von Methionin darstellt. Eine Erhöhung des Homocystein-Wertes im Blut lässt auf Probleme im Eiweißstoffwechsel schließen. Im Blutserum sollte der Homocystein-Wert idealerweise unter 10 umol/L liegen, aber auch ein moderat erhöhter Wert scheint das Risiko von Gefäßerkrankungen zu erhöhen. Schon 1969 wurde vermutet, dass erhöhte Homocystein-Werte mit Artheriosklerose zusammen hängen. Mittlerweile haben viele Studien belegt, dass es einen Zusammenhang von erhöhten Homocystein-Werten und Schlaganfall gibt. Dabei ist Homocystein nicht nur ein indirekter Marker für ein Risiko, sondern ist selbst als Molekül an der Entstehung von Gefäßkrankheiten beteiligt. Daher liegt es nahe, den Homocystein-Spiegel im Blut zu senken, um das Risiko für koronare Erkrankungen ebenfalls zu senken. 1996 konnte gezeigt werden, dass Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12, alles Bestandteile des Vitamin B-Komplexes, hohe Homocystein-Spiegel im ...