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Ist der Fleischanteil in der Paleo-Ernährung wirklich gesund?

Die Paleo-Ernährung steht im Ruf besonders gesund zu sein, da auf Lebensmittel verzichtet wird, an die sich unser Körper sich nicht angepasst hat, seit die Menschheit vom Sein als Jäger und Sammler zur Landwirtschaft überging. Es ist zwar ein weites Feld der Diskussion, wie hoch der Pflanzenanteil in der Paleo-Ernährung war, jedoch ist klar, dass wohl die wenigsten Steinzeit-Menschen reine Vegetarier waren (wenn sie nicht miserable Jäger waren). Über den prozentualen Fleischanteil in der Paleo-Ernährung will ich nun gar nicht argumentieren. Es geht mir hauptsächlich um die Frage, ob uns das Fleisch, das wir heute im Rahmen einer Paleo-Diät essen, überhaupt gesund ist. Ja, es gibt viele Publikationen, die grundsätzlich davon ausgehen, dass rotes Fleisch gesundheitsschädlich sei. In einem Artikel habe ich vor einiger Zeit schon zusammengefasst, warum ich denke, dass das nur auf verarbeitetes Fleisch zutrifft. Doch auch unverarbeitetes Fleisch kann je nach Zubereitungsart mehr oder ...

Sind Kühe Vegetarier?

Diese auf den ersten Blick sinnlose Frage ist gar nicht so sinnlos, wie man denken mag. Zwar sind Kühe der Inbegriff von Pflanzenfressern, aber wichtig ist nicht, was oben rein kommt, sondern was unten raus kommt. Oder genauer gesagt, was oben gefressen wird, und was vom Körper aufgenommen wird. Dieser Artikel leitet eine Serie zur vegetarischen Ernährung ein, wobei am Ende dann die Frage geklärt werden soll, ob Menschen zum Vegetarier taugen. Doch zuerst einmal zu den Kühen. Dass Kühe Pflanzen fressen ist klar. Um zu klären, was die normale Nahrung eines Säugetiers ist (und dazu gehören auch die Menschen), muss man sich den Fressapparat (Kiefer und Zähne) und den Verdauungsapparat (Magen und Darm) ansehen. Diese anatomischen Gegebenheiten zeigen, zu welcher Art Nahrung ein Säuger von Natur aus „geeignet“ ist. Pflanzen dienen den Pflanzenfressern primär als Quelle für Proteine und Kohlenhydrate, im geringeren Maß auch als Fettquelle. Neben den Pflanzen nehmen Pflanzenfresser...

Säure Base Teil 2: Sollen wir uns basisch ernähren?

In Teil 1 der Säure-Base Trilogie habe ich gezeigt, dass die Puffersysteme des Körpers den pH-Wert des arteriellen Blutes recht effizient im Bereich von pH 7,4 stabil halten. Lokale Abweichungen von diesem Wert sind eher die Regel, als die Ausnahme. Längerfristige systemische Abweichungen kommen eigentlich nur bei Erkrankungen vor (z.B. Ketoazidoese bei Diabetikern) und müssen ärztlich behandelt werden. Ein permanenter Säureüberschuss führt jedoch zu einer permanenten Anstrengung des Puffersystems, um den pH-Wert stabil zu halten. Dies kann zu Problemen wie einer Osteoporose führen, da der Körper die Säure-neutralisierenden Substanzen in einem solchen Fall aus seinem Knochen herauslöst. Nun ist die Frage, ob ein Säureüberschuss durch unsere Ernährung verursacht werden kann, und welche Konsequenzen dies haben könnte. Misst man den pH-Wert eines Lebensmittels, so reflektiert dies nicht die Säure- oder Baselast, die das Lebensmittel auf den Köper ausübt. So sind z.B. Zitronen sauer, weg...

Wie funktionieren Fettblocker?

Adipositas (auch Obesity genannt), also krankhaftes Übergewicht, hat sich in den letzten 100 Jahren stark verbreitet, wobei sich der Prozess seit den 1970 Jahren deutlich beschleunigt hat. Besonders minderwertige Lebensmittel und weniger Bewegung werden immer wieder als Hauptursache angegeben, obwohl das Problem wohl vielschichtiger ist (Cizza and Rother, 2012 ). Viele Wege werden heute beschritten, um Übergewicht zu bekämpfen. Die Methoden reichen von Umstellung des Lebensstils, der Ernährung, Bewegungsprogrammen, der Einnahme von Medikamenten bis hin zu chirurgischen Eingriffen. Ein Ansatz bei der Ernährung erscheint uns am plausibelsten. Seit einiger Zeit werden nun Fettblocker zur Behandlung von Übergewicht angeboten. Wie funktionieren diese Mittel? Fette und Öle gelten wegen ihres hohen Energiegehaltes von 9,3 Kcal/g im Gegensatz zu Kohlenhydraten und Protein mit je 4,1 Kcal/g als Dickmacher (obwohl es heute viele Gegenargumente gibt, wie z.B. der höhere Sättigungsgrad ...

Warum nimmt man nach Diäten oft wieder zu?

Es gibt viele Diäten, die sich meist darin unterscheiden, dass unterschiedliche Mengen an Makromolekülen (Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett) bevorzugt werden. Meist wird eine Kalorienreduktion von 500-1000 kcal pro Tag mit erhöhtem Energieverbrauch durch Sport empfohlen. Das Ziel ist es, das dann reduzierte Körpergewicht +/- 2,3 kg beizubehalten ( Jakicic et al., 2001 ). Leider ist häufig kurze Zeit nach Diäten wieder eine Gewichtszunahme zu beobachten, nicht selten sogar über das Startgewicht hinaus (sog. Jo-Jo-Effekt). Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einer liegt im Zurückfallen in alte Ernährungsgewohnheiten, die ja der ursprüngliche Grund für die Gewichtszunahme waren, ein anderer Grund ist jedoch biochemisch begründet und auf den möchte ich hier eingehen. Die Makromoleküle, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen, werden wie folgt gespeichert: Protein wird in Muskelgewebe umgewandelt. Fett liefert die Bausteine für das Fettgewebe. Kohlenhydrate werden in Form von Glycogen in der...

Gewichtszunahme durch zu viel essen wird durch Kalorien, aber nicht durch Protein beinflusst.

Wenn Personen zu viel essen, wird die Gewichtszunahme durch Kalorien, aber nicht durch Proteine verursacht. Wenn eine Diät gleich viele Kalorien beinhaltet, der Anteil an Protein dabei jedoch variiert, nehmen Personen mit dem wenigsten Proteinanteil am meisten, die mit dem höchsten Proteinanteil jedoch am wenigsten zu. When overeating, calories -- not protein -- contribute to increase in body fat, study finds ScienceDaily (2012-01-03) -- In a study conducted among 25 healthy individuals living in a controlled setting who were randomized to overconsumption of different levels of protein diets, those consuming the low-protein diet had less weight gain compared to those consuming normal and high protein diets, and calories alone, and not protein appeared to contribute to an increase in body fat, according to a new study. Bildquelle: © Uwe Grötzner - fotolia.com

Proteine und nicht Zucker halten uns wach.

Proteinmolekül Eine neue Studie zeigt, dass Proteine und nicht Zucker uns wach halten. Der Wachzustand und Energieverbrauch werden durch “Orexin Zellen” gesteuert, welche eine Stimulans namens Orexin ausscheiden. Wenn diese Stimulans fehlt, kann dies Schlafkrankheit und Fettleibigkeit zur Folge haben. Die Funktion dieser Zellen wird durch Aminosäuren, die Bausteine von Proteinen, beeinflusst. Glukose auf der anderen Seite blockiert diese Zellen. Dies erklärt Beobachtungen, dass proteinreiche Nahrung uns weniger schläfrig macht, als stärkehaltige Nahrung. Protein, Not Sugar, Stimulates Cells Keeping Us Thin And Awake, New Study Suggests A new study has found that protein and not sugar activates the cells responsible for keeping us awake and burning calories. Bildquelle: © pierrepo flickr.com

Wenn man eine höhere Menge an Protein isst, reduziert man trotzdem seine Kalorienzufuhr.

Wer anstatt nur 10% seiner täglichen Ernährung 15% Protein isst, isst insgesamt 12% weniger an Kalorien, weil wahrscheinlich ein höheres Sättigungsgefühl vorliegt. Wer jedoch dann bis zu 25% an Protein isst, hat keinen solchen Effekt mehr. Proper protein intake crucial for moderating energy intake, keeping obesity at bay ScienceDaily (2011-10-12) -- Obesity is a growing problem worldwide, but proper protein consumption can help keep it at bay, according to a new study. Bildquelle