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Posts mit dem Label "Darmflora" werden angezeigt.

Das Bauchgefühl: unser 6. Sinn

Die Darm-Hirn-Achse wird seit Jahren diskutiert. Es ist bekannt, das die Bakterien in unserem Darm unser Verhalten steuern können. Das geht so weit, dass schon diskutiert wird, wer hier wenn steuert. So können Bakterien unser Hunger-Empfinden steuern. Damit füttern wir sie dann. Sind wir nur da, damit sich unsere Darmbakterien wohlfühlen? Wir bieten ihnen ein schönes, warmes haus und füttern sie dann, wenn sie es brauchen.Interessante Sicht, oder? Bisher ging man davon aus, dass die Steuerung, die der Darm auf das Gehirn ausübt, über Hormon-ähnliche Substanzen abläuft, die Bakterien ausschütten und die im Darm aufgenommen werden. Über das Blut gelangen sie dann ins Hirn. Dies dauert Minuten bis Stunden. Nun haben Wissenschaftler einen neuen Kommunikationsweg gefunden, der in Millisekunden reagiert: Nerven. In unserer Darmschleimhaut sitzen sensorische Nerven. Diese Nerven haben Enden, die wie Synapsen aussehen. Diese Nerven bilden ein Netzwerk, das über den Vagus-Nerv direkt mit d...

Sind Primaten Vegetarier?

Nachdem ich im ersten Teil zur vegetarischen Ernährung gezeigt habe, dass pflanzenfressende Wiederkäuer ihre Energie aus den Pflanzen nur wegen ihres mit Mikroorganismen besiedelten Magens ziehen können, wende ich mich heute den Primaten zu. Es gibt natürlich viele verschiedene Primaten, die alle ihre eigenen Ernährungsgewohnheiten haben. Speziell die Menschenaffen, zu denen die Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans gehören, sind im Hinblick auf die später noch zu diskutierende Stellung des Menschen zur vegetarischen Ernährung wichtig. Es ist bekannt, dass Schimpansen neben pflanzlicher Nahrung durchaus auch Fleisch fressen. In Rudeln sind sie in der Lage, kleinere Primatenarten zu jagen. Sie sind damit typische Allesfresser. Gorillas und Orang-Utans nehmen hingegen einen großen Teil der Nahrung in Form von Pflanzen zu sich. Die Orang-Utans bevorzugen dabei einen höheren Fruchtanteil, Gorillas einen höheren Blätteranteil. Doch auch diese Primaten verschmähen nicht Insekten und klei...

Autismus-Symptome werden mit Probiotika gemildert.

Autismus-Symptome konnten in einer vor kurzem in der renommierten Fachzeitschrift "Cell" veröffentlichten Tier-Studie mit Probiotika gemildert werden. Probiotika sind gutartige Darmbakterien, die das Immunsystem unterstützen können. Dabei scheinen sie jedoch auch mit dem Nervensystem zu kommunizieren. Es besteht eine große Hoffnung, dass diese Ergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sind. Es ist ja bekannt, dass viele Autisten Darmprobleme haben. Diese mit probiotischen Bakterien in den Griff zu bekommen, wäre dann eine einfache Methode, die dann auch noch als Nebeneffekt einen positiven Einfluß auf die mentale Gesundheit haben könnte. Ein Test mit probiotischen Lebensmitteln ist dabei für betroffene Personen leicht durchzuführen, solange es keine bekannten Unverträglichkeiten gibt. Research linking autism symptoms to gut microbes called 'groundbreaking' A new study showing that feeding mice a beneficial type of bacteria can ameliorate autism-like symptoms...

Kann man Autismus mit Ernährung heilen?

Autismus ist eine tiefgreifende neurologische Entwicklungsstörung, die in den letzten Jahren zunehmend diagnostiziert wird. So wurden 1983 0,8 Fälle auf 1000 Personen gemeldet, 1999 4,6 auf 1000 und 2007 schon 11 Fälle auf Tausend ( Al-Qabandi et al., 2011 ). Die Ursachen für diese zunehmenden Diagnosen werden teilweise in Umwelteinflüssen gesucht, scheinen aber im Wesentlichen auf eine verfeinerte Diagnostik zurückzuführen zu sein ( Huerta und Lord, 2012 ). Das Spektrum der autistischen Störungen ist sehr breit, weswegen man heute eigentlich nicht von Autismus, sondern von ASD (engl. = Autism spectrum disorders) spricht, d.h. Erkrankung aus dem autistischen Spektrum. Für dieses breite Krankheitsbild gibt es wahrscheinlich viele Ursachen und daher auch viele Behandlungsmöglichkeiten. Meist wird Autismus als unheilbar beschrieben, aber es gibt Berichte, dass zwischen 3% bis 25% der betroffenen Kinder ihre Diagnose im Laufe der Zeit verlieren und ein normales Leben führen ( Helt et al...

Wie beeinflussen Darmbakterien unser Körpergewicht?

In den letzten Jahren hat sich das Wissen über die Symbiose der Darmbakterien und den Darm selbst enorm weiterentwickelt, trotzdem gibt es aber noch viele Fragezeichen, da die Interaktion von Bakterien und Menschen sehr komplex ist. In einem gesunden Darm existieren etwa 10 14 Bakterien. Diese Anzahl ist etwa 10mal so groß, wie der menschliche Körper Zellen besitzt. Die Darmfläche des Menschen entspricht dabei wegen der starken Auffaltung ungefähr der Fläche eines Fußballfeldes. Man schätzt, dass der Mensch von ca. 1.100 Darmbakterienarten besiedelt werden kann, wobei beim einzelnen Menschen die Hauptmasse zu ca. 160 Arten gehört. Insgesamt findet man in der Mikroflora des Darms (dazu gehören neben den Bakterien auch Pilze und Viren) etwa 150mal mehr Gene, als der Mensch selbst besitzt. Die Gesamtheit der Bakterien wird Mikrobiota genannt, die Gesamtheit der Gene dieser Bakterien Mikrobiom ( Tilg und Kaser, 2011 ; Bäckhed, 2011 ). Moderne Sequenziertechniken haben gezeigt, daß die ...

Pistazien helfen die Darmflora zu verbessern.

Eine neue Studie hat gezeigt, dass sich der Verzehr von Pistazienkernen positiv auf die Zusammensetzung der Darmbakterien auswirkt. Damit haben Pistazien eine "probiotische" Eigenschaft. Diese Wirkung geht anscheinend von den in den Pistazien enthaltenen Ballaststoffen aus, die positiv wirkenden Bakterien als Nahrung dienen. Consuming Pistachios May Promote A Beneficial Gut Environment First-of-its-kind research presented as an abstract at the 2012 American Society for Nutrition suggests eating pistachios may positively impact bacterial profile of the digestive tract Bildquelle