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Posts mit dem Label "Bakterien" werden angezeigt.

Quorum sensing: die Sprache der Bakterien

Bakterien kommunizieren mittels kleiner Moleküle, die es ihnen gestatten, Artgenossen von fremden Arten zu unterscheiden, und sogar die Anzahl der Artgenossen dadurch zu registrieren. Diesen Informationsfluss können Bakteriophagen "abhören". Sie brechen nur dann aus ihrem Wirt aus, wenn genügend potentielle neue Wirte in der Umgebung vorkommen, die sie befallen können. Quelle Dazu noch ein brillanter Vortrag: hier klicken

Die Wirkung von Antibiotika wird durch Substanzen wie Medikamente, aber auch Nahrungsmittelzusätze verändert

Während viele Kombinationen von Antibiotika mit anderen Substanzen deren Wirkung stark beeinträchtigen, gibt es tatsächlich Kombination, die die Wirkung von Antibiotika verstärken. So kann Vanille die Wirkung des Antibiotikums Spectinomycin erhöhen. Dies könnte in der Zukunft wichtig werden, da Bakterien gegen viel Antibiotika Resistenzen gebildet haben und damit zunehmend wirkungslos werden. Die Forschung wird sich nun verstärkt auf die Suche nach solchen Kombinationen machen, die zu einer verstärkten Wirkung führen. Quelle: Sciencedaily Bildquelle:  Bru-nO von Pixabay

Mitochondrien – Tod im „friendly fire“ bei der Jagd auf Borrelien

Um zu überleben, befinden sich Eindringlinge und Verteidiger in einem ständigen Wettrüsten. Bakterien haben im Laufe der Evolution viele fiese Tricks entwickelt, um nach einer Infektion in unserem Körper zu überleben. Gleichzeitig entwickelt unser Körper ständig neue Abwehrwaffen, um die Eindringlinge zu erkennen und zu vernichten. Borrelien und Rickettsien sind Bakterien, die in Zecken vorkommen können, und das sogar gemeinsam ( Hudman and Sargentini, 2016 ). Ein gemeinsames Verbreitungsgebiet in Deutschland ist die Gegend entlang des Oberrheins in Süddeutschland. Nach einem Zeckenbiss können sie an der Einstichstelle in unsere Blutbahn gelangen, sich im Körper verteilen und in unsere Körperzellen eindringen. Innerhalb unserer Körperzellen sind sie dann vor unserem Immunsystem versteckt. Auf dem Weg über die Blutbahn zu den Zellen können sie von unserem Immunsystem erkannt und vernichtet werden, was aber bei einer ersten Infektion oft nicht klappt, da der Körper die Eindringlinge...

"Leaky Gut Syndrom“ oder ein durchlässiger Darm: Der Grund für Autoimmunkrankheiten?

Schon Hippokrates warnte vor über 2000 Jahren: Der Tod sitzt im Darm! Ob er schon damals eine Ahnung vom „ Leaky Gut Syndrom“  hatte? Weltweit steigt parallel zu dem Konsum industriell verarbeiteter Lebensmittel  die Anzahl von Autoimmunkrankheiten ( Lerner and Matthias, 2015 ). Auch in unserer Praxis stellen sich immer häufiger Patienten mit  Autoimmunkrankheiten vor, die eines gemeinsam haben: schwerwiegende Darmprobleme. Können diese Darmprobleme der Grund von verschiedenen Autoimmunkrankheiten sein? Unser Darm ist faktisch ein Schlauch, der durch unseren Körper läuft. Daher sind Dinge, die wir essen und die sich noch im Darm befinden, so gesehen noch außerhalb unseres Körpers. Erst wenn die Nahrungsmittel durch die Darmwand aufgenommen werden und ins Körperinnere gelangen, können wir sie verwerten. Diese Grenze zwischen Innen und Außen wird jedoch schwer bewacht, und dies aus gutem Grund. Die Bakterien des Darms dürfen nicht in das Körperinnere gelangen, aber ...

Was hilft gegen Listerien in Lebensmitteln?

Immer wieder kommt es durch Listerien zu ernsthaften Erkrankungen, die oft genug tödlich enden. Wo kommen diese Listerien her, und wie kann man sich dagegen schützen? Listerien sind grampositive, stäbchenförmige Bakterien, die sich durch Geißeln sogar fortbewegen können. Sie sind, was die Lebensbedingungen betrifft, recht anspruchslos, bevorzugen Temperaturen von 30 bis 37°C und pH-Werte zwischen pH 5 und 9. Deshalb findet man sie praktisch überall ( Vivant et al., 2013 ). Was sie gefährlich macht, ist u.a. ihre Fähigkeit, auch im Temperaturbereich von 4 bis 45°C zu überleben, sowie ihre Fähigkeit, den Stoffwechsel von aerob (mit Sauerstoff) zu anaerob (ohne Sauerstoff) zu wechseln. Damit können sie auch in vakuumverpackten Lebensmitteln im Kühlschrank überleben und sich dort vermehren. Im Menschen können sie eine Infektionskrankheit, die Listeriose, auslösen. Diese wird hauptsächlich durch die Art Listeria monocytogenes ausgelöst. Die Bakterien sind in der Lage, sich an Epith...

Ist der Fleischanteil in der Paleo-Ernährung wirklich gesund?

Die Paleo-Ernährung steht im Ruf besonders gesund zu sein, da auf Lebensmittel verzichtet wird, an die sich unser Körper sich nicht angepasst hat, seit die Menschheit vom Sein als Jäger und Sammler zur Landwirtschaft überging. Es ist zwar ein weites Feld der Diskussion, wie hoch der Pflanzenanteil in der Paleo-Ernährung war, jedoch ist klar, dass wohl die wenigsten Steinzeit-Menschen reine Vegetarier waren (wenn sie nicht miserable Jäger waren). Über den prozentualen Fleischanteil in der Paleo-Ernährung will ich nun gar nicht argumentieren. Es geht mir hauptsächlich um die Frage, ob uns das Fleisch, das wir heute im Rahmen einer Paleo-Diät essen, überhaupt gesund ist. Ja, es gibt viele Publikationen, die grundsätzlich davon ausgehen, dass rotes Fleisch gesundheitsschädlich sei. In einem Artikel habe ich vor einiger Zeit schon zusammengefasst, warum ich denke, dass das nur auf verarbeitetes Fleisch zutrifft. Doch auch unverarbeitetes Fleisch kann je nach Zubereitungsart mehr oder ...

Wie funktionieren Fettblocker?

Adipositas (auch Obesity genannt), also krankhaftes Übergewicht, hat sich in den letzten 100 Jahren stark verbreitet, wobei sich der Prozess seit den 1970 Jahren deutlich beschleunigt hat. Besonders minderwertige Lebensmittel und weniger Bewegung werden immer wieder als Hauptursache angegeben, obwohl das Problem wohl vielschichtiger ist (Cizza and Rother, 2012 ). Viele Wege werden heute beschritten, um Übergewicht zu bekämpfen. Die Methoden reichen von Umstellung des Lebensstils, der Ernährung, Bewegungsprogrammen, der Einnahme von Medikamenten bis hin zu chirurgischen Eingriffen. Ein Ansatz bei der Ernährung erscheint uns am plausibelsten. Seit einiger Zeit werden nun Fettblocker zur Behandlung von Übergewicht angeboten. Wie funktionieren diese Mittel? Fette und Öle gelten wegen ihres hohen Energiegehaltes von 9,3 Kcal/g im Gegensatz zu Kohlenhydraten und Protein mit je 4,1 Kcal/g als Dickmacher (obwohl es heute viele Gegenargumente gibt, wie z.B. der höhere Sättigungsgrad ...

Ist rotes Fleisch wirklich gesundheitsschädlich?

Immer wieder hört man, dass rotes Fleisch gesundheitsschädlich sei, gefolgt von Aussagen, dass dies nicht stimme. Als Beweise dienen meist sogenannte Meta-Studien, die das Ergebnis verschiedener Studien zusammenfassen. Auf den ersten Blick haben Meta-Studien den Vorteil, dass eine sehr große Anzahl von Personen betrachtet wird, die oft in die zehntausende geht. Der Nachteil auf der anderen Seite ist der, dass jede Studie unter einem speziellen Gesichtspunkt angelegt ist, und man riskiert, die Kernaussagen einzelner Studien beim Zusammenfassen zu verfälschen. Ein großes Problem bei der Auswertung von Ernährungsstudien ist jedoch immer wieder, dass es sich um retrospektive Analysen handelt. D.h. es wird das Ernährungsverhalten einer großen Anzahl von Personen nachträglich durch Befragungen ermittelt. Dies hat vom Grundsatz her schon die Schwierigkeit, dass nicht der Wahrheitsgehalt der Aussagen überprüft werden kann. Ein weiterer Kritikpunkt ist jedoch, dass man nicht alle Parameter m...

Was ist resistente Stärke?

Kartoffeln enthalten resistente Stärke Nach diversen Diättipps gibt es seit einiger Zeit eine neue Empfehlung, um Gewicht zu verlieren. Dies betrifft die sog. resistente Stärke, die, weil unverdaulich, weniger Kalorien verfügbar hat. Resistent heißt in diesem Zusammenhang, dass die Stärke vom menschlichen Verdauungsapparat nicht verwertet werden kann und zum großen Teil in den Enddarm gelangt ( Englyst et al., 1996 ). Damit hat resistente Stärke Ähnlichkeit mit anderen Ballaststoffen. Sie sind aus vielen Zuckermolekülen zusammengesetzt, deren chemische Verbindung durch menschliche Enzyme nicht aufgeschlossen werden. Dafür gibt es verschiedene Gründe, da man auch 4 verschiedene Typen von resistenter Stärke unterscheidet ( Croghan, 2003 ). Die RS1 Stärke ist physikalisch unzugänglich innerhalb von Zellwänden (Amyloblasten) eingelagert. Sie kommt z.B. in Getreidekörnern vor.  RS2 sind Stärkekörnchen, die z.B. in rohen Kartoffeln und Mais vorkommen.  RS3 ist retrogradie...

Darmbakterien können vor Autoimmunkrankheiten schützen.

Eine frühe Besiedlung mit normalen Darmbakterien kann gegen die Entwicklung von späteren Autoimmunkrankheiten vorbeugen. Die Studie zeigt, auch warum Frauen dafür anfälliger sind: Männer haben mehr Darmbakterien, die auch Sexualhormone anregen wie Testosteron, die vor diesen Krankheiten schützen. GI tract bacteria may protect against autoimmune disease . Jan. 17, 2013 — Early life exposure to normal bacteria of the GI tract (gut microbes) protects against autoimmune disease in mice, according to research published on-line in the January 17 edition of Science. The study may also have uncovered reasons why females are at greater risk of autoimmune diseases such as multiple sclerosis, rheumatoid arthritis, and lupus compared to males. Bildquelle

Gute Bakterien" im Darm können helfen, Diabetes zu verhindern.

Gutartige Bakterien im Darm können helfen, pathogene Keime zu verdrängen. Sie helfen langfristig auch Entzündungen und chronische Erkrankungen zu verhindern. Ferner produzieren sie Stoffe und Hormone, die helfen, Diabetes zu verhindern. Good Bacteria in the Intestine Prevent Diabetes, Study Suggests Jan. 18, 2013 — All humans have enormous numbers of bacteria and other micro-organisms in the lower intestine. In fact our bodies contain about ten times more bacteria than the number of our own cells and these tiny passengers are extremely important for our health. They help us digest our food and provide us with energy and vitamins. These 'friendly’ commensal bacteria in the intestine help to stop the 'bad guys’ such as Salmonella that cause infections, taking hold. Even the biochemical reactions that build up and maintain our bodies come from our intestinal bacteria as well as our own cells. Bildquelle

Darm-Bakterien bekämpfen chronische Krankheiten.

Ein Kampf zwischen "schlechten" Darm-Bakterien und unserem Immunsystem kann langfristig zu chronischen Erkrankungen führen. Eine frühe Besiedelung des Darms mit "guten Bakterien" scheint dabei wichtig zu sein. Unterstützend dafür sind das Stillen, abwechslungsreiche Kost und evtl. Präbiotika (z.B. durch Milchbakterien in Joghurt). Bacteria-Immune System 'Fight' Can Lead to Chronic Diseases, Study Suggests Results from a study conducted at Georgia State University suggest that a "fight" between bacteria normally living in the intestines and the immune system, kicked off by another type of bacteria, may be linked to two types of chronic disease.

Pistazien helfen die Darmflora zu verbessern.

Eine neue Studie hat gezeigt, dass sich der Verzehr von Pistazienkernen positiv auf die Zusammensetzung der Darmbakterien auswirkt. Damit haben Pistazien eine "probiotische" Eigenschaft. Diese Wirkung geht anscheinend von den in den Pistazien enthaltenen Ballaststoffen aus, die positiv wirkenden Bakterien als Nahrung dienen. Consuming Pistachios May Promote A Beneficial Gut Environment First-of-its-kind research presented as an abstract at the 2012 American Society for Nutrition suggests eating pistachios may positively impact bacterial profile of the digestive tract Bildquelle