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Posts mit dem Label "Darm" werden angezeigt.

Hashimoto's Thyroiditis: oft kein Einzelgänger, sondern in Verbindung mit anderen Autoimmunerkrankungen

Neulich sagte mir eine Hashimoto-Patientin, Ihr Arzt habe ihr gesagt, ihre Flecken am Bein könnten kein Lichen ruber (Knötchenflechte) sein, wie sie selbst vermutet hat. Und das mit der Begründung: Autoimmunkrankheiten treten nicht kombiniert auf. Interessante Feststellung. Im Gegensatz zu dieser Feststellung des Hausarztes sehen wir sehr wohl öfters Kombinationen von Autoimmunerkrankungen, besonders bei Hashimoto-Thyroiditis. Dies ist auch anderen schon aufgefallen. So finden sich tatsächlich bei 25% der Hashimoto Patienten auch andere Erkrankungen . Und zu denen können durchaus Autoimmunerkrankungen zählen oder Krankheiten mit noch unbekannter Ursache, aber einem Einfluß des Immunsystems. Dazu zählen systemischer Lupus erythematosus ( Posselt et al., 2018 ), chronische Autoimmungastritis ( Castoro et al., 2016 ), Dermatomyositis ( McClanahan et al, 2015 ), multiple Sklerose ( Perga et al., 2018 ), Diabetes Typ 1 ( Hansen et al., 2014 ), Psoriasis ( Akiyama et al, 2016 ), Sarcoidose (...

Was sind Synbiotika und wie wirken sie?

Nachdem wir bereits Präbiotika und Probiotika erklärt haben, sind diesmal die Synbiotika dran. Synbiotika sind ein Gemisch aus probiotisch wirkenden Bakterien und präbiotisch wirkenden Kohlenhydraten. Dieses Gemisch soll bei Konsum das Überleben und die Besiedelung mit lebenden Probiotika erleichtern, und damit den Darm des Konsumenten unterstützen. Ungefähr 70% unseres Immunsystems liegen in und um unserem Verdauungstrakt. Das Zusammenspiel von Verdauungssekreten mit der Darmflora und Faserstoffen ist wichtig für die Aufrechterhaltung der Funktion des Immunsystems. Prä- und Probiotika, und speziell deren Kombination in Form von Synbiotika, helfen dabei, uns gegen verschiedene Krankheiten zu schützen oder deren Heilung zu fördern ( Bengmark, 2001 ; Kolida and Gibson, 2011 ). Synbiotika wurden entwickelt, um spezielle Schwierigkeiten bei der Einnahme von Probiotika zu umgehen. Durch diese Kombination werden die probiotischen Bakterien während der Passage durch den Verdauungstrakt g...

Was sind Präbiotika und wie wirken sie?

Der Begriff Präbiotika ist relativ jung und wurde erst in den 1990er Jahren geprägt ( Gibson and Roberfroid, 1995 ). Präbiotika sind kurz- bis mittellange Kohlenhydrate (Oligosaccharide), die zu den Ballaststoffen gehören, aber nicht alle Ballaststoffe sind Präbiotika. Um als Präbiotika eingestuft zu werden, müssen Ballaststoffe folgende Kriterien erfüllen: 1. Sie sind resistent gegenüber dem Magensaft und den Enzymen des oberen Verdauungstraktes, 2. sie sind fermentierbar durch die Darmbakterien und 3. sie stimulieren das Wachstum und die Aktivität der Darmbakterien im Sinne von Gesundheit und Wohlbefinden ( Slavin, 2013 ). Voraussetzung für die Wirksamkeit von Präbiotika ist allerdings immer die Präsenz der durch Präbiotika geförderten Mikroorganismen. Sonst läuft deren Verzehr ins Leere ( Bischoff, 2011 ). Zu den typischen Präbiotika gehören Pektin, Inulin, Fruktooligosaccharide und Galaktooligosaccharide, die das Wachstum von im Dickdarm vorhandenen probiotischen Bakterien...

Was sind Probiotika und wie wirken sie?

Probiotika sind nach heutiger Definition lebende, nichtpathogene Mikroorganismen, die in ausreichender Zahl verabreicht einen vorbeugenden oder therapeutischen Effekt auf unseren Körper haben ( FAO/WHO, 2001 ). Mikroorganismen, vor allem Bakterien, werden gezielt bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts zur Vermeidung und Behandlung von infektiösen Erkrankungen des Verdauungstraktes eingesetzt. Eine Unterscheidung zwischen Lebensmittel und Arzneimittel ist dabei oft schwer zu machen. Die heute verwendeten probiotischen Mikroorganismen stammen entweder aus traditionell fermentierten Lebensmitteln, sind bekannte positiv-wirkende Darmorganismen oder stammen aus der Umgebung ( Sanders et al., 2013 ). Seit Menschengedenken wurden Lebensmittel in die tägliche Nahrung einbezogen, die zuvor einem Fermentationsprozess durch Mikroorganismen unterworfen worden waren. Die in zahlreichen Varianten fermentierte Milch enthält z.B. beträchtliche Mengen lebensfähiger Mikroorganismen. Schon 1907 stellt...

Wie kann man mit Ernährung die Symptome von SIBO lindern?

SIBO (engl. Small Intestinal Bacterial Overgrowth Syndrom; dt: bakterielles Überwachsen des Dünndarms) stellt eine bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarms dar ( Bures et al., 2010 ). Ursprünglich dachte man, dass nur wenige Personen betroffen sind. Sie scheint aber häufiger vorzukommen, als früher gedacht ( Dukowicz et al., 2007 ). Symptome reichen von aufgeblähtem Oberbauch, Blähungen, chronischem Durchfall, Müdigkeit, Schwäche, Gewichtsverlust bis hin zu Mangelzuständen durch verringerte Darmresorption. Eine Diagnose ist schwierig und wird entweder auf Basis eines Methan- oder Wasserstoff-Atemtests, oder einer Analyse von Dünndarminhalt getroffen, wobei die Aussagekraft dieser Tests umstritten ist ( Goshal, 2011 ; Rana et al., 2012 ). Der an den Magen anschließende vordere Teil des Dünndarm (Duodenum und vorderes Jejunum) enthält normalerweise nur geringe Bakterienmengen. Dabei handelt es sich dann meist um Lactobacilli und Enterokokken. Gram-positive Aerobier oder fakultative...

Wie funktionieren Carb-Blocker (Kohlenhydrat-Blocker)?

Adipositas, also krankhaftes Übergewicht, hat sich in den letzten 100 Jahren stark verbreitet, wobei sich der Prozess seit den 1970 Jahren deutlich beschleunigt hat. Besonders der Konsum minderwertiger oder falscher Lebensmittel und weniger Bewegung werden immer wieder als Hauptursache angegeben, obwohl das Problem wohl vielschichtiger ist ( Cizza and Rother, 2012 ). Viele Wege werden heute beschritten, um Übergewicht zu bekämpfen. Die Methoden reichen von Umstellung des Lebensstils und der Ernährung, Bewegungsprogrammen, der Einnahme von Medikamenten bis hin zu chirurgischen Eingriffen. Ein Ansatz bei der Ernährung erscheint uns am plausibelsten. Seit einiger Zeit werden nun Carb-Blocker (sie blockieren die Aufnahme von Kohlenhydraten im Darm = Carb, von engl. Carbohydrate) zur Behandlung von Übergewicht angeboten. Wie funktionieren diese Mittel? Gerne werden heute Ballaststoffe empfohlen, die die Aufnahme von Kohlenhydraten verlangsamen. Leider werden heutzutage jedoch meist z...

Darmbakterien können vor Autoimmunkrankheiten schützen.

Eine frühe Besiedlung mit normalen Darmbakterien kann gegen die Entwicklung von späteren Autoimmunkrankheiten vorbeugen. Die Studie zeigt, auch warum Frauen dafür anfälliger sind: Männer haben mehr Darmbakterien, die auch Sexualhormone anregen wie Testosteron, die vor diesen Krankheiten schützen. GI tract bacteria may protect against autoimmune disease . Jan. 17, 2013 — Early life exposure to normal bacteria of the GI tract (gut microbes) protects against autoimmune disease in mice, according to research published on-line in the January 17 edition of Science. The study may also have uncovered reasons why females are at greater risk of autoimmune diseases such as multiple sclerosis, rheumatoid arthritis, and lupus compared to males. Bildquelle

Gute Bakterien" im Darm können helfen, Diabetes zu verhindern.

Gutartige Bakterien im Darm können helfen, pathogene Keime zu verdrängen. Sie helfen langfristig auch Entzündungen und chronische Erkrankungen zu verhindern. Ferner produzieren sie Stoffe und Hormone, die helfen, Diabetes zu verhindern. Good Bacteria in the Intestine Prevent Diabetes, Study Suggests Jan. 18, 2013 — All humans have enormous numbers of bacteria and other micro-organisms in the lower intestine. In fact our bodies contain about ten times more bacteria than the number of our own cells and these tiny passengers are extremely important for our health. They help us digest our food and provide us with energy and vitamins. These 'friendly’ commensal bacteria in the intestine help to stop the 'bad guys’ such as Salmonella that cause infections, taking hold. Even the biochemical reactions that build up and maintain our bodies come from our intestinal bacteria as well as our own cells. Bildquelle

Darm-Bakterien bekämpfen chronische Krankheiten.

Ein Kampf zwischen "schlechten" Darm-Bakterien und unserem Immunsystem kann langfristig zu chronischen Erkrankungen führen. Eine frühe Besiedelung des Darms mit "guten Bakterien" scheint dabei wichtig zu sein. Unterstützend dafür sind das Stillen, abwechslungsreiche Kost und evtl. Präbiotika (z.B. durch Milchbakterien in Joghurt). Bacteria-Immune System 'Fight' Can Lead to Chronic Diseases, Study Suggests Results from a study conducted at Georgia State University suggest that a "fight" between bacteria normally living in the intestines and the immune system, kicked off by another type of bacteria, may be linked to two types of chronic disease.

Pistazien helfen die Darmflora zu verbessern.

Eine neue Studie hat gezeigt, dass sich der Verzehr von Pistazienkernen positiv auf die Zusammensetzung der Darmbakterien auswirkt. Damit haben Pistazien eine "probiotische" Eigenschaft. Diese Wirkung geht anscheinend von den in den Pistazien enthaltenen Ballaststoffen aus, die positiv wirkenden Bakterien als Nahrung dienen. Consuming Pistachios May Promote A Beneficial Gut Environment First-of-its-kind research presented as an abstract at the 2012 American Society for Nutrition suggests eating pistachios may positively impact bacterial profile of the digestive tract Bildquelle