Direkt zum Hauptbereich

Fettsäuren sind wichtig bei Multipler Sklerose


Fettsäuren sind wichtig bei Multipler Sklerose

Bei der Autoimmunerkrankung Multipler Sklerose greift das Immunsystem die eigenen Nervenzellen an. Die meisten Ärzte glauben nicht, dass man mit Ernährung etwas bei Autoimmunkrankheiten tun kann. Nun hat eine neue Studie aber gezeigt, dass der Mangel an einer bestimmten Fettsäure eine Rolle spielt.

In einer Untersuchung der Yale Universität wurde gefunden, dass MS Patienten in ihrem Fettgewebe deutlich weniger Ölsäure (Oleic Acid) haben, als nicht betroffene Personen. Diese Fettsäure kommt z.B. in Olivenöl, Avocados, aber auch Fleisch, Nüssen und Käse vor. Diese Fettsäure unterdrückt regulierende T-Zellen. Werden diese speziellen T-Zellen nicht unterdrückt, greift das Immunsystem die Nervenzellen an. Durch die Gabe von Ölsäure erhöhte sich in Laborexperimenten dann wieder die Anzahl der regulierenden T-Zellen im Fettgewebe von MS Patienten. Wie üblich wollen die Wissenschaftler jetzt noch weiter daran forschen, aber schon jetzt macht es Sinn, wenn MS Patienten dafür sorgen, mit ihrer Nahrung mehr Ölsäure aufzunehmen. Kochen mit Olivenöl ist da ein Vorschlag.

Quelle

Öffnen Sie zum Teilen von Kommentaren das Dokument: Klicken Sie bitte hier

Klicken Sie nach dem Öffnen des Dokuments auf die blaue Schaltfläche in der oberen rechten Ecke. Melden Sie sich in Ihrem Google-Konto an und fordern Sie den Bearbeitungszugriff an, wenn Sie den Inhalt kommentieren möchten.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Sind Transfette eigentlich gefährlich?

Immer wieder wird man mit Aussagen zu Fetten konfrontiert, die sich anscheinend widersprechen. Einmal sind z.B. Transfette gefährlich, ein anderes Mal eben nicht. Wie kommt es zu solchen Widersprüchen? Fette sind aus Glyzerin und Fettsäuren aufgebaut. Es gibt nun einmal nicht eine einzige trans-Fettsäure, sondern viele verschiedene. Deshalb gibt es auch verschiedene trans-Fette. Diese unterscheiden sich in der Länge (= Anzahl der Kohlenstoffatome in der Kette), aber auch in der Art und Anzahl der Verbindungen der Atome in den Fettsäureketten. Dabei können zwei Kohlenstoffatome entweder mit einer Einfach- oder einer Doppelbindung miteinander verbunden sein. Kommen in einer Fettsäure Doppelbindungen vor, spricht man von einer ungesättigten Fettsäure, die mit nur Einfachbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen heißen gesättigte Fettsäuren. Wenn eine Fettsäure eine Doppelbindung aufweist, kann diese in einer cis- oder einer trans-Anordnung vorliegen: bei cis-Anordnung (cis = diesseiti

Weihrauch: hilfreich bei Entzündungen

Weihrauch: hilfreich bei Entzündungen Neben der Myrrhe   ist auch der Weihrauch eine seit Jahrtausenden eingesetzte Heilpflanze, die Entzündungen bekämpfen kann. Die drei Weisen aus dem Morgenland brachten dem neugeborene Jesuskind laut der Bibel Weihrauch, Gold und Myrrhe. Damals handelte es sich bei diesen Gaben um die drei wertvollsten Heilmittel der Zeit. Wie bei der Myrrhe, wird auch beim Weihrauch ein Harz aus einer Pflanze gewonnen. Die Wirkung dieser Heilpflanzen ist lange bekannt, aber erst in den letzten Jahren zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, wie sie wirken ( Algiere et al., 2015 ). Beim Weihrauch (Boswellia serrata), handelt es sich um eine kleine Baumart, die insbesondere in Arabien und am Horn von Afrika vorkommt. Deren Harz hat anti-entzündliche Wirkung und kann insbesondere bei Darmerkrankungen eingesetzt werden. Eine Wirkung ist der Schutz der Epithelbarriere, die insbesondere bei " Leaky Gut " beeinträchtigt ist ( Catanzaro et al., 2015 ). Die Wirkst

Long Covid und Post Vac Syndrom: Wie entstehen sie?

Long Covid und Post Vac Syndrom - Wie entstehen sie? Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich Milliarden Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert und es wurden Milliarden Menschen dagegen geimpft. Bei solch hohen Zahlen treten auch seltene Ereignisse mittlerweile gehäuft auf. Dazu gehören Long Covid und das Post Vac Syndrom. Bildquelle Bisher weiss man nicht, warum der Großteil der Infizierten, aber auch der Geimpften keine oder nur geringe Probleme hat. Es gibt jedoch Faktoren, die das Risiko für Long Covid, wie auch Post Vac Syndrom erhöhen. Dazu gehören das Geschlecht (Frauen sind häufiger betroffen), Alter, Übergewicht, Asthma u.a. ( Schieffer und Schieffer, 2022 ). Unter Long Covid versteht man Symptome, die auch nach mehr als 4 Wochen nach einer akuten Infektion oder Erkrankung nicht abgeklungen sind. Das RKI gibt an, dass Long Covid bei 7,5 bis 41 % der Patienten ohne Hospitalisierung auftritt. Das Post Vac Syndrom beschreibt ähnliche Symptome, die sich nach einer Impf